AUFSTIEG / 15. Saison GM: Michael Schröpl United
Runde 6 E-Mail-Adressemichael.schroepl@gmx.de ZAT: Do., 2000-02-03

Willkommen im neuen Jahrhundert (Kaiser Wilhelm sei Dank, der das anno dunnemals geruhte festlegen zu lassen - und irgend eine Bundesbehörde hat dies später bestätigt) - das Jahrtausend werden wir ja erst in einem Jahr wechseln, wie jeder, der rechnen kann, zu wissen glaubt.
Eigentlich befinden wir uns ja längst im Jahre 2007 nach Christi Geburt (das Nachfolgende alles aus dem Gedächtnis, nach einer Alpha Centauri-Sendung in der BR-SpaceNight): Schon Kepler hatte 1609 den Stern von Bethlehem als das fast deckungsgleiche Zusammentreffen der beiden größten und hellsten Planeten unseres Sonnensystems, nämlich Jupiter (ein Königssymbol) und Saturn (ein Schutzsymbol), im Sternbild der Fische (ein Symbol für den Westen, also von Babylon aus gesehen Israel) identifizieren und auf das Jahr 7 v.Chr. datieren können. Zum ersten Mal trat diese Konstellation im Sommer des Jahres auf (da war es für eine Reise zu heiß), zum zweiten Mal am 3. Oktober (das wiederum war für die Juden das Datum ihres Versöhnungsfestes). Etwa 7 Wochen dauerte damals die Reise per Kamel von Babylon nach Jerusalem; von dort aus gesehen stand diese Konstellation am Abend des 4. Dezember dieses Jahres exakt im Süden (also über Bethlehem). Ausgrabungen eines deutschen Archaeologen bestätigten ca. 1925, daß die "heiligen drei Astro[log|nom]en" der Babylonier - auch im Zweistromland lebten Juden, da war doch was mit Nebukadnezar oder so - das Eintreffen dieser Konstellation schon vorher gewußt hatten. Und daß Herodes' Regentschaft bereits 4 v.Chr. endete, ist ja auch bekannt.
Aber wer von der kommerzgeilen Festivitätsindustrie will so etwas schon wissen? Ist ja egal, daß ein englischer Mönch bei seinem Versuch, die Geschichtsschreibung auf ein solides Fundament zu stellen, sich ein bißchen verrechnet hat ... es ist symptomatisch, daß diese Feier mit so vielen 'Nullen' zu tun hat.

Endlich ein neuer Drucker (Aldi sei Dank) für Eure Züge! Der alte HP Deskjet hatte sich zuletzt nach jedem Papiereinzugsvorgang mit lautem Krachen in einen undefinierten Zustand geschaltet, in dem er die nächste Seite entweder ganz oder gar nicht oder in Form von Unmengen Steuerzeichen ausdrucken wollte - und danach einmal aus- und wieder einschalten, bitte. Okay, der Lexmark ist eine lahme Ente und säuft Tinte wie ein Loch, wenn man bunte Flächen drucken will - aber er funktioniert. Nach der CeBit sollte mir jetzt eigentlich noch ein Pentium 700 mit 128 MB RAM und Windows NT 4 billig zulaufen ... toi, toi, toi.

Kurzer Check der Rangliste meiner Hobbies: Irgendwie landet pbm inzwischen auf Rang 5, knapp hinter Musik (mein neuer Entwicklungsrechner hat einen integrierten Kopfhörer zum CD-ROM-Laufwerk, und instrumentale picture music schafft genau den flow, den ich zum Perl-Hacken brauche). Fernsehen (hauptsächlich Belustigungen, nach dem dienstlichen Y2K-Existenzkampf - ich sage nur "30. Dezember 2099"; mein aktueller Mini-Hype ist übrigens Rollerjam, das ist viel spaßiger als der ständige Fußball auf allen Kanälen ...) lag schon längere Zeit Jahr klar davor, aber Internettechnologien und das Börsengeschehen (manchmal sogar mit etwas Dippy, etwa derzeit in Tschetschenien - und diese kroatische Bank war damals während des Kosovo-Krieges irgendwie auch deutlich billiger zu haben) haben erst im letzten Jahr deutlich die Positionen 1 und 2 erobert. (Wer wissen will, wo ich seit letztem Frühjahr täglich mehrere Stunden verbringe, kann mich ja mal in der Externe WebSiteSelfAktuell Community besuchen kommen oder um 22:15 Uhr n-tv einschalten.)
Ach ja: Für meine Amtsblatt-Auswertungen wird es weiterhin reichen. Bloß selbst spielen tue ich halt kaum mehr etwas: Der Drachenhort scheint inzwischen gar nicht mehr zu erscheinen (in Essen hatte ich der Herausgeberin noch ein Golf-GMing angeboten, für die Garantie von 10 Heften pro Jahr - seitdem kam gar nichts mehr), die Baden-News auch nur noch ziemlich sporadisch, und so arg viele KapDip-Partien gibt die Szene nach dem Niedergang von Volker Schnells GMings im STABSanzeiger halt auch nicht mehr her. Huch, das klingt ja wie ein Abgesang - aber auch Lukas Kautzsch fragt ja im Interzine, wieviele Papier-Zines wohl in zehn Jahren noch existieren werden ... und TDD-Systeme, die zwei Manager zu wenig haben, um 'rund' zu laufen, scheinen inzwischen der Normalfall zu werden. Na, warten wir mal das nächste AUFSTIEG-Qualifikationsturnier ab.

Ohne Papier als Erscheinungsform könnte man natürlich noch ganz andere Sachen probieren. Beispielsweise statt eines vierwöchentlichen Runden-ZATs zwei zweiwöchentliche Teile (Training + 1.Spieltag, 2.Spieltag + Spielermarkt), damit sich der Aufwand einer Auswertung für den GM gleichmäßiger verteilen würde.
Am fernen Horizont zeichnet sich dann ab, United als WWW-Spiel zu betreiben: Das Auswerteprogramm als Client-Server-Anwendung (Java & Perl?) komplett neu schreiben, Zugeingabe durch die Manager online im geführten Dialog (mit sofortiger Semantikprüfung), Zugangskontrolle über Passworte (das Verfahren ist im Webserver bereits eingebaut), vollautomatische uhrzeitgesteuerte (cron) Auswertung mit Generierung von HTML-Seiten auf dem Server.

Technisch ist das alles kein Problem, bloß gibt es bisher keine formale Sprache für Bedingungen aller Art (da müßte also irgend eine massive Regeländerung bei den Versteigerungen her - irgendwelchen Ideen? Reicht "maximal <n> Spieler" als einzige Bedingung bei Versteigerungen und die Abfrage des Kontostandes bei NL-Verkäufen aus, um den Charakter des Spiels halbwegs zu erhalten? Meinungen erbeten!), und außerdem bräuchten wir dann natürlich eine online-flatrate für den Preis einer Tageszeitung, um das Internet als Bestandteil eines jeden Haushalts zu etablieren. Die Zwischenlösung, daß jeder Manager seine Vereinsdaten downloaden und seinen Zug offline erstellen kann (und dann die generierte Zugdatei irgendwie hackt - dann bräuchte man eine komplexe, intelligente Reparaturlogik auf dem Server) halte ich nicht für zukunftsträchtig; dann doch lieber gleich das Prinzip des online-Banking gnadenlos übernehmen und fertig ist die Laube. Die Sache mit den Zugangsgeräten (nicht jeder will einen Computer haben) zu regeln sind die Handy-Hersteller ja gerade dabei ... ich denke, spätestens in ein paar Jahren sollte es eine solche Partie irgendwo geben, denn fast alle erforderlichen Voraussetzungen existieren bereits heute. (Drückt dem DAX die Daumen - vielleicht geht es dann schneller ... oder werbt ein paar von den Internet-Hacker-Kids für United an, damit die mal was Sinnvolles programmieren. ;-)

Die Lage

Herbstmeister Bookers und Aso Pauer vergrößern in der 1. Liga ihren Abstand zum Verfolgerfeld, obwohl nach Erwartungswert Blumenthal inzwischen führen müßte. Auch am Tabellenende scheint sich langsam herauszukristallisieren, wer nächstes Jahr in der 2. Liga spielen wird, obwohl Mangelsdorf gerade noch einmal kräftig nachgetankt hat - aber die 3.8 Punkte, die ihnen fehlen, hat alleine der Tabellenführer zu viel.

Die 2.Liga A sieht drei Top-Teams an der Tabellenspitze, wobei Cinecittà allerdings eher auf Platz 5 stehen sollte. Buchstäblich alle anderen Vereine stecken bis zum Hals im Abstiegskampf - das Feld ist so eng zusammengerückt, daß sich niemand wirklich sicher fühlen darf. Albany gehört nach Erwartungswert immerhin auf Rang 8.

Das Spitzenduo zeigt der 2. Liga B die Hacken - wobei Stan Dards Superglückswürfler Sesamstraße bei +6.6 Punkten nicht einmal auf einen Aufstiegsplatz gehören, genauso wenig wie die Proletarier mit -6.9 auf einen Abstiegsplatz. Entsprechend wenige Punkte haben die Schlußlichter, die langsam den Kontakt zum Mittelfeld verlieren. Alle drei haben diesmal aber eingekauft.

Nach dem nächsten Training sollte auch der Zweitligaschnitt über 110 WP liegen. Blumenthal ist nach seiner Umstrukturierung (TFL wird bei Teambewertungen nicht mitgezählt) erstmals wieder nicht das wertvollste und auch nicht mehr das stärkste Team des Ligasystems, sondern nur noch so stark wie der neue stärkste Zweitligist.

Warteliste

Auf der Warteliste stehen (7): Karsten Heidemann, Guido Bischoff, Florian Lenz, Lars Kleem, Stefan Bauer, Oliver Gumbrich, Volker Klug.

Hanno Girke übernimmt ab der nächsten Runde die Sesamstraßen Kicker. (Hm, das hätte ich besser schon im letzten Heft regeln sollen, aber da war ich irgendwie nicht fit genug - also war diesmal noch Stan Dard am Ruder.)

Dies & Das

Banana Bulldogs: Neue Mail-Adresse: mail@GerritRoth.de; Homepage: Externe WebSitewww.GerritRoth.de.
Hessliche Nußknacker e.V.: NMR-Training Mussorgski, Prokoffieff, Schubert - keine E-Mail bis Samstag 18 Uhr. Das waren jetzt zweieinhalb NMRs in dieser Saison. Der freundliche Tankwart empfiehlt eine zuverlässige Zugabgabe bis zum Saisonende - und potenziellen Übernahme-Kandidaten entsprechende Aufmerksamkeit.
Mangelsdorfer Mannen: Hattest Du das TFL-Gebot exakt so ausgerechnet, daß Du keine Bedingung brauchst?
MAN United: (-30 kKj.) Auch bedingte NL-Verkäufe nach einem erfolgreichen Gebot gehören auf einen Extrazettel für die betreffende Phase!
Pinguin Power: Ja (Pfeifer).
Ritter der Tafelrunde: Neue Adresse: Mittelstrasse 42, CH-3012 Bern, Tel. 0041/31/3010802.