Zugformat per Mail: Partiename im Subject, ein Text-Attachment oder Mail-Body, max. 40 Zeichen breit, sortiert nach Auswertungsreihenfolge der Phasen, je 4 Leerzeilen zwischen zwei Phasen
Ein Blick hinter die Kulissen
Nach dem gescheiterten Spielerkauf der Halifax Heroes habe ich deren Manager per Mail erklärt, wie eine Versteigerung bei mir technisch abläuft und warum das so ist - ich denke, meine Ausführungen könnten auch für andere Manager von Interesse sein:
"Wenn ich das recht verstehe, dann bedeutet das, daß ein nicht finanzierbares Gebot nicht etwa von Dir reduziert, sondern komplett ignoriert wird, richtig?"
Richtig.
Ich 'sortiere' die Gebote nach der vom Manager angegebenen Höhe und probiere sie in dieser Reihenfolge aus - und 'probieren' kann eben auch 'geht nicht - also Gebot gestrichen' bedeuten. (Tatsächlich suche ich zunächst mal nur das Maximum und probiere dieses aus - fast immer erhält dieses dann auch den Zuschlag.)
Würde ich Gebote reduzieren, dannn könnten (und würden!) etliche Manager "alles" als Preisangabe hinschreiben, ohne daß es sie etwas 'kosten' würde.
Dann aber könnte ich die Gebote nicht mehr sortieren und wüßte nicht, welches davon das höchste ist - ich müßte also alle Gebote ausprobieren, um herauszufinden, daß 1. ggf. keines davon überhaupt bezahlbar war und 2. in Wirklichkeit ein ganz anderes Gebot das höchste war.
Ich kann aber auch nicht einfach alle Gebote in das Programm eintippen und dieses den höchsten tatsächlich bezahlbaren Betrag berechnen lassen, weil das Programm keine Bedingungen in natürlicher Sprache versteht.
Und dieses Ausprobieren kann ich auch nicht 'auf Halde' machen - also vor der Versteigerung - weil sich durch Bedingungen und Käufe innerhalb der Versteigerung alle möglichen Parameter jederzeit ändern können (es gibt Gebote, deren Höhe von vorherigen Käufen abhängt - beispielsweise für ein Talent, wenn vorher ein Trainer gekauft wurde usw.). Ich kann nur in dem Moment, in welchem ein Spieler tatsächlich versteigert wird, bewerten, was ein Gebot wirklich bedeutet - nicht vorher.
Deshalb brauche ich zum Zeitpunkt der Versteigerung bereits korrekte Gebots-Angabe von den Managern - alles andere würde meinen Arbeitsaufwand um ein Vielfaches erhöhen.
Die Lage
1. Liga: Cinecittà gewinnt das Spitzenspiel und verdrängt Viking Raiders von der Spitze! Dahinter liegen vier weitere Vereine, darunter der erneute Rundenbeste Grashoppers Mannheim und der neue Glückswürfler Halifax Heroes, in aussichtsreicher Position.
Am Tabellenende zeichnen sich die vier nach Erwartungswert korrekten Absteiger nun mehr und mehr ab, wobei Crossroads aufgrund von Sperren die deutlich schwächsten Vorstellungen abliefert. Pechwürfler der Liga sind nun wieder die Wonderous Wirblers, die wie die Bookers noch den Pokal als großes Saison-Ziel vor Augen haben.
2. Liga A: Orkblut als diesmal auch Rundenbester ihrer Liga sowie Oberglückskeks Eiderstedt halten ihre Spitzenpositionen.
Dahinter spielen wohl alle Teams nur noch gegen den Abstieg, wobei Comixense nun plötzlich die schwächste Leistung der Runde zeigt, aber auf einmal gut zu würfeln beginnt - was die Konkurrenz natürlich nervös machen könnte! Schlußlicht Wild Sabres Bottrop ist nun auch noch Oberpechmarie und dürfte bei fast 8 Punkten Abstand zum 10. Platz wohl kaum noch zu retten sein.
2. Liga B: Hinter Mangelsdorf liegen nun neben Glückswürfler Spekulanten noch zwei weitere Vereine punktgleich auf dem 2. Platz! Die eigentlich beste Mannschaft der Saison, die Tafelrunde, folgt dann einen Punkt dahinter. Mit der stärksten Leistung dieser Runde holen MAN United und die von Stan Dard betreute Sesamstraße wichtige Punkte gegen die Abstiegsgefahr - und so weit weg ist der 2. Platz ja gar nicht!
Der Rundenschwächste Rasenschach dagegen liegt nun sogar schon nach Erwartungswert auf einem Abstiegsrang, in der Realität aber noch zwei Punkte vor Pechwürfler Mangiare. Run Like Hell wehrt sich mit ihrer stärksten Saisonleistung - ihnen fehlen aber immer noch fünf Punkte und das Torverhältnis zum rettenden Ufer.
Lustigerweise ist die 2.Liga B nun plötzlich wieder die schwächste von drei allerdings sehr ähnlichen Ligen nach WP in 11 Spielern auf dem Platz. Die drei stärksten Vereine nach linearen WP spielen im Oberhaus - die beiden schwächsten allerdings ebenfalls!
Und es wird mindestens ein Verein aufgelöst werden müssen, der bereits vor dem nächsten Training mindestens 110 WP auf den Platz stellen kann - von den schwächeren gibt es in beiden 2. Ligen zusammen nämlich keine vier Stück mehr.
In der Handelswerttabelle von UNITED/XY hat inzwischen Mangelsdorf die Führung übernommen, vor den Viking Raiders und den Halifax Heroes; immerhin vier weitere Zweitligisten gehören zu den Top 12, von denen übrigens mindestens zwei ziemlich sicher nicht aufsteigen werden.
Den magischen Wert von 13.2 MKj, den übliche Neueinsteiger bekommen, haben alle Vereine bis auf vier - und nein, das sind nicht die vier aufzulösenden Vereine, sondern höchstens zwei von ihnen. Daß alle Vereine mit mehr als 300 kKj. Schulden wirtschaftlich ziemlich schwach aussehen, dürfte keine Überraschung darstellen - die sind halt alle schon ans Eingemachte gegangen.
Warteliste
Auf der Warteliste stehen (4): Detlef Kamlah, Jan Lehmann, Thomas Froschauer, Holger Meisenbach.
Die Banana Bulldogs werden von Matthias Tölle als neuem Manager dauerhaft übernommen.
Dies & Das
Teamkader-Printout per Mail versandt an die Sesamstraßen Kicker. Das kann jeder Manager jederzeit bei mir anfordern und wird dann (hoffentlich) jeweils nach Ende der Auswertung erledigt; an NMRler mit mir bekannter Mail-Adresse versende ich automatisch einen solchen Printout.
| 3. FC Eiderstedt: |
(-30 kKj.) "2. Liga" reicht mir nicht als Liga-Angabe. |
| Sesamstraßen Kicker: |
NMR-Training Rabelais, Rasferret, Rummenigge. |
| Schoolclass-Team: |
(-20 kKj.) Anordnung der Phasen innerhalb des Zuges sortiert nach Phasennummer. |
Regeldiskussion
Zu den von Claus Neumann vorgeschlagenen Regeländerungen - denen ich selbst inhaltlich ungefähr neutral gegenüber stehe - kamen die folgenden Kommentare:
1. Nichtligaverkäufe in Runde 8 / Phase 2 auch ohne NMR:
- "Ich bin dafür. Die Gründe, die genannt werden, kann ich gut nachvollziehen, und Gegenargumente fallen mir keine ein."
- "Ich bin für eine NL-Phase Anfang der achten Runde, da so eine entspanntere Planung möglich ist. Ich bin auch kein Freund von endlosen Bedingungen."
- "NL-Verkauf in Runde 8 vor den Spielen wird befürwortet, da ich mich ja auch schon mal so in den Bedingungen verstrickt habe, daß ich auf die Kulanz des GM angewiesen war. Allerdings lasse ich den Hinweis auf kapitalkräftige Vereine nicht gelten. Denen sollte man nicht zusätzlich helfen."
- "Das finde ich eigentlich ganz gut. Das bißchen, was man an Information verliert, gewinnt der GM an Komfort. Den Vorschlag würde ich unterstützen, aber ich würde bei evtl. Zinszahlungen schon versuchen, das Geld zu sparen ;-)."
- "Von mir aus ok."
- "Die Idee finde ich gut. Gerade, wenn man in Runde 7 noch Spieler kaufen möchte, kann es schwierig sein, die Nichtliga-Verkäufe in Bedingungen zu packen. Ich würde, genauso wie Claus, im Zweifel für eine Runde Zinsen in Kauf nehmen, um meinen Kader nach den Käufen in Ruhe zu bewerten. Andererseits verkaufe ich überflüssige Spieler oft so früh wie möglich, so daß ich selten mehr als einen in Runde 7 noch verkaufen möchte. In den seltenen Ausnahmen wäre ich dafür um so dankbarer, wenn ich keine Bedingungen formulieren muß. Die dürfen schließlich keinen Interpretationsspielraum lassen, sonst könnte etwas schief gehen. Fazit: Ich bin dafür, auch wenn meine Einschränkung zu Vorschlag 2 (es wird ein anderes, gleichwertiges Spiel) im Ansatz genauso gilt."
- "Ist mir eigentlich egal, da ich bis jetzt noch nicht in die Lage gekommen bin und wenn doch, würde ich halt den komplexen Bedingungsbaum aufstellen. Aber ich sehe natürlich ein, das es einfacher ist, erst mal einzukaufen und dann in der nächsten Runde alles wieder zu begradigen, obwohl dies auch in "real life" so nicht ist. Wenn die Transferliste geschlossen ist, ist sie zu und wer bis dahin nicht fertig geworden ist mit seinem Team-Umbau, wartet halt bis zur nächsten Saison."
- "Die beiden Regeländerungen lassen mich ziemlich kalt - deren geringer ästhetischer Nutzen steht gegen die Tatsache einer Änderung an einem etablierten und ausgezeichnet funktionierenden Regelwerk."
- "Zwar kann es schwierig sein, bedingte Befehle zu formulieren, aber die daudurch entstehenden Handlungsmöglichkeiten finde ich gerade reizvoll. Mich würde interessieren, inwieweit du, Michael, Probleme hast, komplizierte bedingte Befehle zu interpretieren."
(Anm.d.GM: Ich bin mir der Problematik bewußt, daß es Bedingungen geben könnte, die auszuwerten meine Fähigkeiten übersteigen würde - beispielsweise: "Wenn folgende 9273-stellige Zahl eine Primzahl ist, dann ..." - deshalb schränkt Regel 9.2.3 die erlaubten Bedingungen auf "Ereignisse vorheriger Phasen" und "bei Vorliegen der Auswertung auch vom Manager auswertbar" ein, weshalb ich an dieser Stelle auf ein explizites Veto-Recht des GM gegen einzelne Bedingungen verzichten konnte.
In der Praxis bin ich noch nie auf eine Bedingung gestoßen, die mir wirklich Probleme bereitet hätte - jedenfalls nicht mehr, seitdem ich vom Single-Prozeß-Betriebssystem Atari/TOS vor mehr als 10 Jahren auf das Multi-Prozeß-Betriebssystem Windows umgestiegen bin, wo ich jederzeit weitere Instanzen von UNITED/XY starten kann, um auch mitten in einem geführten Dialog, etwa einer Versteigerung, beliebige Informationen zu ermitteln. Die tatsächlich abgegebenen Bedingungen beziehen sich hauptsächlich auf die Anzahl und Art der Käufe in den Phasen 13 und 14, bei NL-Verkäufen manchmal auch auf Sperren bzw. DP von Spielern - das ist alles leicht auszuwerten.
Von meiner Seite besteht also kein Grund, bedingte Befehle zu vermeiden - im Gegenteil: Ich finde es reizvoll, zu sehen, welche Möglichkeiten die einzelnen Manager zu nutzen verstehen und in welchen Situationen sie damit tatsächlich etwas erreichen, beispielsweise das Vermeiden von Zinszahlungen. Das Element der bedingten Befehle in United ist in meinen Augen fast schon ein Musterbeispiel für eine 'gute' Regel: Sehr wenig Regeltext, aber enorm viele Möglichkeiten für die Manager, wenn sie bereit sind, nachzudenken.)
- "Ich sehe keinen Sinn in der bisherigen Regelung. Warum man nur bei einem NMR in Runde 7 noch in Runde 8 verkaufen dürfen soll und nicht, wenn man keinen NMR gebaut hat? Also, gleiches Recht für alle!"
(Anm.d.GM: Der Sinn der bisherigen Regelung besteht eben gerade darin, 'gleiches Recht für alle' zu praktizieren - nämlich den wirtschaftlich wichtigen 'Ausmusterungsprozeß' am Ende der Handelsphase einer Saison auch im Falle eines NMR in Runde 7 - der ja auf externe Ursachen wie das Versagen der Deutschen Post oder eines SMTP-Servers zurückzuführen sein kann - zur Verfügung zu stellen, während andere Manager keine Phase 2 in Runde 8 'brauchen', da sie ja schon in Runde 7 'entrümpelt' haben.
Natürlich könnte ein ängstlicher Manager - oder der Manager eines finanziell schwachen Vereins, der auf diese Weise sogar Zinsen spart - diese 'Ausmusterung' auf mehrere Runden verteilen, also alles 'Entbehrliche' sofort verkaufen, aber damit würde er der Konkurrenz zusätzliche Informationen liefern ...)
- "Momentan spiele ich in einigen Ligen, die Nichtligaverkäufe nach der letzten Handelsrunde auf Anfrage oder grundsätzlich noch vor den Ligaspielen der nächsten Runde anbieten. Ich habe das bisher als sehr praktisch empfunden und kann mich in sofern nur der Argumentation von Claus Neumann anschließen. Einen Nachteil, wie Claus ihn beschreibt, sehe ich nicht. Die letzte Möglichkeit eines Nichtligaverkaufs ist lediglich grundsätzlich um eine Runde verschoben und das bietet für alle gleiche Voraussetzungen und die von Claus genannten Vorteile. Davon mal abgesehen kannte ich diese 'Gnadenregelung' beim NMR in der letzten Handelsrunde gar nicht, bzw. halte auch überhaupt nichts davon. Meiner Meinung nach sollte diese Diskussion unabhängig von der Möglichkeit eines NMRs in der letzten Handelsrunde geführt und vor allem entschieden werden. Jeder Spieler entscheidet schließlich selbst darüber ob er den Zug abgibt oder nicht und muß dann eben ggf. mit den Konsequenzen leben, egal in welcher Runde und egal wie schlimm."
(Anm.d.GM: Auch Deine Ausführungen vernachlässigen die Möglichkeit unverschuldeter NMRs in Runde 7, deren Folgen durch die Ausnahmeregelung gemildert werden sollen.)
- "Diese Phase gibt es doch schon (Phase 2, und nur in Runde 8, wenn ich mich nicht irre). Alles, was Claus schreibt, kann man schon heute durchführen, allerdings ohne eine NMR-Einschränkung. Ich sehe daher hier keine Veranlassung für eine Regeländerung."
(Anm.d.GM: Runde 8 Phase 2 steht bisher nur im Falle eines NMRs in Runde 7 zur Verfügung - genau diese Einschränkung möchte Claus aufgehoben sehen.)
- "Halte ich für überflüssig. Wer vor Runde 8 einen NMR baut, bestraft sich schon damit, daß er ein GM-Angebot verpaßt ..."
(Anm.d.GM: Diese Argumentation habe ich nicht verstanden.)
- "Warum? Wenn man jemanden verkaufen will, kann man das doch auch in Runde 7 tun. Was ist der Grund, diese Regel zu erweitern? Wieviele Manager kommen schon in diese spezielle Situation?"
- "Was den Nichtligaverkauf zu Runde 8 angeht, so bin ich dagegen. Es muß doch möglich sein, zu planen - und nur weil man mal 10 Minuten länger für einen Zug brauchen würde?"
Eigentlich mag ich ja keine Regeländerungen, die dem Manager das Denken abnehmen (weil sie guten Managern eine Chance wegnehmen, etwas besser zu machen als weniger guten Managern und damit insgesamt das Glückselement von United verstärken). Aber im vorliegenden Falle werden engagierte Manager von der Regeländerung kaum Gebrauch machen, weil sie nicht bereit sein werden, dafür Zinsen zu zahlen, was sie bei intelligenter Anwendung des Regelsystems (d. h. durch Bedingungen in Runde 7) hätten vermeiden können (siehe auch den ersten Kommentar).
Gegen diese Änderung spricht meiner Meinung nach, daß es für alle Manager erschwert wird, sinnvolle Aufstellungen in Runde 8 vorzunehmen, weil die Erkenntnisse des 'Entrümpelungsprozesses' nach dieser Änderung zu diesem Zeitpunkt noch nicht vorliegen (und bedingte Aufstellungen sind ja nicht zulässig), was bisher aber der Fall ist.
Mir als GM würde die Änderung ersparen, in Runde 8 bei jedem NL-Verkauf (viele sind das ja hoffentlich nicht ...) zu kontrollieren, ob der Manager tatsächlich in Runde 7 einen NMR hatte (es könnte ja jemand trotzdem versuchen, wenn ich nicht aufpasse). Das ist nichts Bedeutsames, aber ein kleiner Vorteil der vorgeschlagenen Änderung.
In der nächsten Runde hätte ich gerne von jedem Manager ein 'ja' oder 'nein' zu Einführung einer Phase 2 in Runde 8 für alle Manager ab der kommenden Saison.
2. Halbierte Wahrscheinlichkeit für Härtestrafen auf Ausputzer ohne eigenen Härteeinsatz
- "In diesem Punkt vertrete ich voll und ganz Claus' Meinung."
- "Der zweite Punkt ist schon interessanter. Da ich ja Heavy leite, muß ich vermehrt mitansehen, wie Ausputzer vom Platz fliegen, auch wenn sie auf 10 stehen. Das schwächt das Team doch um einiges mehr als die Verteidiger. Da ich aber auch das Programm kenne, weiß ich auch, daß es eben programmiert werden müßte. Dennoch wäre ich auf jedenfall dafür, dort die Wahrscheinlichkeit herunterzusetzen."
(Anm.d.GM: Heavy-United ist eine Variante, bei der jeder Manager in jedem Spiel Härte 10 einsetzen muß - dies nur zur Erläuterung.)
- "Die beiden Regeländerungen lassen mich ziemlich kalt - deren geringer ästhetischer Nutzen steht gegen die Tatsache einer Änderung an einem etablierten und ausgezeichnet funktionierenden Regelwerk."
- "Grundsätzlich finde ich die Härteregelung bei AUFSTIEG eh überzogen und setze deshalb auch keine Härte mehr ein. Eine Lockerung in dieser Form geht mir nicht weit genug und würde an meiner Zurückhaltung nichts ändern. Insofern enthalte ich mich dieser Diskussion."
- "Hier halte ich eine Erweiterung der Regeln für überflüssig. Allerdings bin ich auch keiner, der übermäßig viel Härte einsetzt."
- "Tja, ein altbekanntes Thema ... Also inzwischen störe ich mich nicht am Status, wie er allgemein gespielt wird. Das Fehlen eines A kann man taktisch, da er zumindest durch einen Feldspieler ersetzt werden kann, etwas ausgleichen. Das geht beim T nicht... Andererseits hast Du eine harte Matrix. Dennoch: Ich brauche keine Änderung!"
- "Der Sinn dieser Änderung erschließt sich mir nicht. Bei mir ist es bis jetzt noch nicht vorgekommen, daß ein A Strafen ohne eigene Härtepunkte erhalten hat. Dies trifft offensichtlich nur Teams mit überstarkem Ausputzer und vielen eingesetzten Härtepunkten und da darf der Ausputzer ruhig mal eine Sperre haben :) . Also eher dagegen."
- "Eher dagegen. Ich möchte größere Änderungen im lange bewährten United-Regelwerk eigentlich nur, wenn sie sich aufdrängen, was mir hier nicht der Fall zu sein scheint."
- "Die Argumentation von Claus ist schlüssig. Ein Ausputzer ist ein besonderer Spieler, der dem Torwart nicht unähnlich ist. Es wäre konsequent, dem auch in der Verteilung der gelben Karten Rechnung zu tragen. Andererseits verändert dies das Spiel, ohne daß es dadurch spürbar besser würde (im Gegensatz zu Vorschlag 1, der das Spiel für Manager und GM einfacher macht). Es gibt Regeln zur Verteilung der gelben Karten und die sind irgendwie gerecht und irgendwie ungerecht. Sie sind auch irgendwie zufällig und das sollen sie auch sein. Vor ein paar Jahren wurde über die Einführung der Drei-Punkte-Regel diskutiert. Die jetzt vorgeschlagene Änderung halte ich in der Auswirkung für ähnlich: Man ändert ein funktionierendes Spiel in ein etwas anderes funktionierendes Spiel. Dafür funktioniert das Spiel in der einen Partie dann anders als in einer anderen. Fazit: Ich wäre dafür, diese Regel nicht zu ändern."
- "Die Idee ist nett, daß der Ausputzer weniger Karten bekommt, wenn ihm keine Härte zugeteilt wird. Aber die Regeln werden mir dadurch zu unübersichtlich. Ich bin dafür, die einfacheren Regeln beizubehalten. Die Chance, eine Karte zu bekommen, ist schon halb so groß gegenüber Spielern, die in einer Reihe eingesetzt sind, der Härte zugeteilt wird."
- "Die Wahrscheinlichkeit einer Bestrafung eines Spielers in einer durch Härte bestraften Reihe ist bereits doppelt so hoch wie die in einer nicht verstärkten Reihe. Durch diese Regelung würde sie auf das Vierfache aufgeblasen, für meinen Geschmack zu viel. Außerdem ginge einiges an Unitedwürze verloren, wenn man die eh schon seltenen Spiele ohne einsetzbaren Ausputzer noch weiter reduziert. Ausputzer im realen Fußballerleben sind auch nicht unbedingt zimperlicher als 'normale' Feldspieler, auch da hinkt der Vergleich."
- "Das finde ich nicht gut. Der Ausputzer ist eben kein Torhüter, und wenn der keine Härte abbekommt, ist er sowieso nicht besonders anfällig. Wenn man Härte einsetzt, dann muß man auch bereit sein, die Konsequenzen zu tragen. Außerdem würde das ja einen Programmieraufwand bei den Entwicklern auslösen (also dir oder Lukas), und da mußt eigentlich Du entscheiden, ob Dir das den Aufwand wert ist. Prinzipiell wird eben ein unwahrscheinliches Ereignis ein wenig unwahrscheinlicher und das rechtfertigt m. E. die Arbeit nicht."
(Anm.d.GM: Die Entscheidung, ob mir das den Aufwand wert ist, hängt aber nicht unwesentlich davon ab, wie sehr die entsprechende Funktion von den Managern gewünscht wird.)
- "Da bin ich eher dagegen! Der Ausputzer spielt ja auswertungstechnisch in der Defensivreihe mit und hat die Ausputzerchance ja eigentlich 'nur' als Bonus. Folglich, wenn Haerte auf die Defensive verteilt wurde, sollte es auch den Ausputzer treffen koennen."
(So funktioniert die Härteregel aber nicht: Es ist für die Strafen auf den Ausputzer irrelevant, auf welche Reihe die Härte eingesetzt wurde - das kann auch der Sturm oder sogar der Torwart gewesen sein.)
- "Ich finde, die Regeln sind insgesamt schon umfangreich genug. Sie mit Ausnahmeregelungen weiter aufzustocken, mindert den Spielspaß. Außerdem: Warum nur der Ausputzer und nicht auch der Torhüter?"
(Anm.d.GM: Genau weil für den Torhüter bereits eine - noch weitergehende - Ausnahmeregelung gilt, möchte Claus auch eine für den Ausputzer haben ... Du solltest wirklich mal die Regeln gründlich durchlesen.)
Ich denke, die Kommentare enthalten hinreichend viele Gegenstimmen, um auf eine offizielle Abstimmung verzichten zu können. Das erspart mir ausführlichere Überlegungen, hierfür das Auswertungsprogramm ändern zu müssen - was vermutlich nicht arg schlimm gewesen wäre, aber zumindest einen neuen Schalter für die Parameterdatei des Programms erfordert hätte, damit anderen Spielleitern das bisherige Verhalten per Default weiterhin zur Verfügung stehen würde.
Das Angenehme an solchen Diskussionen für mich ist auch diesmal wieder, daß ich dabei ziemlich gut erkennen kann, wer sich überhaupt für welche Art von Details dieses Spiels interessiert (wer die Regeln in welchem Detaillierungsgrad verstanden hat - der Begriff "harte Matrix" läßt beispielsweise erkennen, daß sich hier jemand der AUFSTIEG-Besonderheiten im Vergleich zu anderen Ligasystemen sehr bewußt ist). Das ist für mich noch viel interessanter, als beispielsweise Kommentare eines Managers zu den eigenen Aufstellungen zu lesen ...
Außerdem ist es natürlich hübsch, zu lesen, was die einzelnen Manager über ihren Stil bei der Vereinsführung erzählen. Allein dies rechtfertigt schon einmal pro Saison eine Regeldiskussion. ;-)