AUFSTIEG / 19. Saison GM: Michael Schröpl United
Runde 6 E-Mail-Adressemichael.schroepl@gmx.de ZAT: Do., 2004-03-04

Zugformat per Mail: Partiename im Subject, ein Text-Attachment oder Mail-Body, max. 40 Zeichen breit, sortiert nach Auswertungsreihenfolge der Phasen, je 4 Leerzeilen zwischen zwei Phasen

Technik ist etwas Wundervolles... zumindest dann, wenn sie funktioniert.

Seit dem Ausbruch von MYDOOM erhalte ich täglich mehr als 10.000 Mails. Nein, meine Popularität hat sich nicht sprunghaft erhöht... sie war einfach schon zu groß. ;-) (Ich bin 'die weltweite Anlaufstelle' für den Support des Apache-3rd-Party-Moduls mod_gzip, wofür ich das zweisprachige - deutsch & englisch - offizielle Benutzerhandbuch pflege und auf meiner Domain hoste - das ist immerhin der Google-Hit Nr. 1 für den Modulnamen, und die Zugriffe auf diese Dokumentation machen längst mehr Traffic aus als diejenigen auf alle meine pbm-Seiten zusammen...)
Einer der Mechanismen, über welchen sich dieser Virus verbreitet, basiert darauf, daß es ihm offenbar egal ist, welcher Prozentsatz der von ihm versandten Mails tatsächlich ankommen - Bandbreite ist etwas, das schließlich die Provider bezahlen und nicht der Viren-Programmierer. Also würfelt der Virus Mail-Adressen aus - beispielsweise dadurch, daß er aus einem Wörterbuch Vornamen entnimmt und diese mit Domain-Namen kombiniert, die er irgendwo gefunden hat; für letzteres gibt es im WWW genügend Anhaltspunkte.
Nun hat meine Domain (über welche mein eigentlicher Mail-Empfang läuft - die oben angegebene GMX-Adresse ist nur ein bewußt vorgeschalteter Spam-Filter und Umleiter) leider eine Eigenschaft, die mir bis vor diesem Virus egal war, jetzt aber ziemlich störend ist, nämlich eine "catch all"-Funktion. Im Klartext: Alles, was an Mails an meine Domain geht, landet in meinem Postfach - nicht nur Mails an die einzige Mail-Adresse, die ich tatsächlich benötige. Diese Funktion werde ich natürlich umgehend abschalten lassen... aber eine Änderung an der Mail-Konfiguration meiner Domain wenige Tage vor dem ZAT war mir dann doch zu gefährlich.
Der bisherige Zustand ist natürlich ein Paradies für einen solchen Virus... oder es wäre zumindest eines, wenn ich für diesen Virus verwundbar wäre. Bin ich natürlich nicht - welcher vernünftige Mensch verwendet schon freiwillig das schlechteste und gleichzeitig verbreitetste aller Mail-Programme, also das einzige wirklich lohnende Angriffsziel für Mail-Viren, nämlich Micro$oft Outlook? Ich zumindest nicht.
Nun ja - 10.000 Mails am Tag, jeweils mit 30 kB attachment (dem Virus selbst), verursachen eine Transportlast von 300 MB pro Tag, nur damit ich eure Züge lesen kann; glücklicherweise wird mein DSL-flat-Anschluß damit mühelos fertig. Von der Web-Oberfläche meines Providers, die mir möglicherweise erlauben würde, solche Mails bereits auf dem Server zu löschen, kann ich das leider nicht behaupten - die bricht unter solchen Massen natürlich schon beim Versuch, mir eine Liste der Mail-Subjects zu generieren, völlig zusammen.
Zusammengebrochen unter der Last der Mails ist leider auch mein uralter, aber lieb gewordener (weil so erfrischend dummer und deshalb für Viren unattraktiver) Mail-Client Netscape 4.78, und zwar wenige Tage vor ZAT: Beim Versuch, einige tausend dieser virenverseuchten Mails zu löschen, kollidierten meinen Schreibzugriffe auf die Netscape-eigene Mail-Datenbank mit den Schreibzugriffen gleichzeitig eintreffender Mails, und als Ergebnis war die Datenstruktur des Mail-Client so kaputt, daß er zwar noch lesend darauf zugreifen konnte (sonst hätte ich sämtliche Mails der letzten Wochen verloren), nicht aber schreibend. Also mußte ich innerhalb von Stunden (die Mails regnen ja weiterhin auf mich ein, und der ZAT rückte immer näher) auf einen neuen Mail-Client umsteigen - was sich bisher als hervorragende Entscheidung erwiesen hat. Der Mail-Client von Mozilla 1.5 (welcher dieselben Schreibzugriffe synchronisiert durchführt - das habe ich als erstes ausprobiert...) enthält nämlich eine eigene, ziemlich gut ratende Heuristik, welche ankommende Mail als "Junk" klassifizieren und automatisch in einem entsprechenden Ordner ablegen kann - was im Moment weit über 99% aller Mails betrifft und nur einen kleinen, überschaubaren Rest in meinem Eingangskorb übrig läßt. Natürlich kontrolliere ich den Junk im Moment trotzdem - und sollte eine wichtige Mail dort landen, dann werde ich darauf reagieren müssen. Da eines der Filterkriterien dieser Heuristik aber wohl mein eigenes Adreßbuch ist, dürfte die Gefahr, einen pbm-Zug als Junk zu klassifizieren, nicht sehr hoch sein - es sei denn, jemand von Euch wechselt überraschend seine als Absender angegebene Mail-Adresse... letzteres ist der Grund, weshalb ich dies alles so ausführlich erzählt habe.
Und meine entsprechende Warn-Mail an alle Manager meines Mail-Verteilers hat offensichtlich den einen oder anderen NMR verhindert - allerdings nicht wegen verlorener E-Mails...

Am Freitag nach ZAT, also direkt vor dem normalen Auswertungsbeginn, fiel dann auch noch mein DSL-Zugang aus. Es dauerte eine ganze Weile, bis ich auf die richtige Idee kam: Meine Mutter hatte meinen Schreibtisch abgestaubt - und dabei an dem auf dem Rechner-Gehäuse stehenden DSL-Adapter gewackelt, dessen Stromkabel im Gegensatz zu den beiden Datenkabeln nicht mit einem Schnappverschluß-Stecker, sondern mit einem normalen Kaltgerätestecker befestigt ist. Deshalb fiel sporadisch die Stromzufuhr für das DSL-Modem aus, und damit brach natürlich jedes Mal die Netzverbindung zusammen...

In der vergangenen Runde fehlten in der im Heft abgedruckten Auswertung alle Umlaute und einige Sonderzeichen. Da ich die Geschichte, wie meine Auswertung überhaupt im Heft landet, schon ein paar Jahre nicht mehr in der Auswertung erzählt habe und einige neue Manager sie nicht kennen dürften, ist es mal wieder an der Zeit:
Früher bin ich einmal im Monat mit dem Auto von Wiesbaden nach Griesheim zur Redaktionssitzung gefahren, um die ausgedruckten Kopiervorlagen dort abzuliefern. Hin- und Rückweg sind zusammen etwa 100 km und kosten einiges an Zeit und Geld. Der Postweg, den die meisten anderen GMs verwenden, scheitert bei mir an zwei Problemen: Einerseits mache ich meine Auswertungen relativ spät (die 'kleinen' Partien oftmals erst am Montag abend) und wäre auf eine Postlaufzeit von T+1 angewiesen, andererseits bräuchte ich dann privat einen Drucker, und den besitze ich einfach nicht. (Wofür auch? Den einen Brief pro Vierteljahr kann ich auch im Büro ausdrucken, wenn er nicht so eilt wie die Auswertungen.)
Natürlich könnte die Amtsblatt-Redaktion die Auswertung selbst ausdrucken, die steht ja schließlich als HTML-Dateien auf meiner Homepage. Das wäre aber wiederum für Mike Blumöhr ziemlich viel Arbeit, das entsprechende Seiten-Layout selbst durchzuführen, und meine Auswertungs-Dateien sind nach Spielphasen geordnet, nicht nach dem Bestreben, volle Druckseiten zu produzieren. Proprietäre Formate wie etwa M$-Word wiederum verwende ich nicht (aus grundsätzlicher Abneigung, siehe oben).
Statt dessen funktioniert die Sache folgendermaßen: Ich erstelle manuell HTML-Seiten mit 'ganzen Druckseiten' aus meinen Auswertungs-Fetzen (das dauert jeweils am Montag abend etwa eine Stunde, insbesondere für diejenige Datei, deren Inhalt ihr gerade lest...) und 'drucke' diese auf meinem PC auf einem 'virtuellen Drucker' aus, also einer Drucker-Definition, die auf das Gerät FILE: druckt. Die so entstandenen Dateien enthalten fertige Druckseiten; diese sende ich in komprimierter Form per E-Mail an die Amtsblatt-Redaktion, und Mike sendet sie im Büro per DOS-Kommando (ohne weitere Interpretation durch einen Druckertreiber) direkt an den Kyocera-Laserdrucker.
Nun verwendet Mike auf seinem Bürorechner aber nicht den Original-Druckertreiber seines Kyocera-Druckers, sondern einen Druckertreiber für einen HP Laserjet 5Si. Da dies seiner Meinung nach prima funktioniert, habe ich dasselbe getan und ebenfalls HP-Laserjet-5Si-formatierte Druckdateien generiert, und bis zum Jahreswechsel funktionierte das auch tadellos.
Seit Anfang 2004 habe ich aber einen neuen PC. Natürlich wieder mit Windows drauf (UNITED/XY und Konsorten laufen nicht unter Linux), aber wie das nun mal so ist: Windows ist selbstverständlich nicht kompatibel zu sich selbst, und der HP-Laserjet-5Si-Druckertreiber unter Windows XP funktioniert folglich anders als der HP-Laserjet-5Si-Druckertreiber unter Windows 98 - die erzeugten Druckdateien sind nun wesentlich kleiner, aber die Umlaute passen nicht mehr. Mike wiederum hat im Büro keinen Windows-XP-Rechner zur Verfügung, um dort auszuprobieren, mit welchem Druckertreiber er von dort aus korrekte Umlaute auf seinem Kyocera-Drucker produzieren könnte; die exakte Bezeichnung seines Kyocera-Druckers hat er mir bisher auch nicht gesagt - unter Windows XP hätte ich Druckertreiber für weit über 100 verschiedene Kyocera-Drucker zur Auswahl und würde gerne entsprechende Experimente machen... ich warte noch auf eine entsprechende Antwort der Redaktion.

Die Lage

1. Liga: Erwartungswert-Tabellenführer Cinecittà und Glückswürfler Halifax Heroes dürften bei nunmehr sechs Punkten Vorsprung den Titel unter sich ausspielen. Gigantisch auch die Erwartungswerte dieser Runde, wobei sowohl Halifax als auch Mangelsdorf deutlich mehr als 3.5 Punkte verdient hatten.
Schwächstes Team der Runde ist überraschend Orkblut - die waren doch eine Runde vorher noch das beste Team? Pechwürfler PS Spielerei kommt irgendwie nicht weg von den Abstiegsplätzen, und Blumenthal ist nun sogar wieder Dritter...

2. Liga A: Albany (mit den meisten Toren) behauptet die Tabellenführung, aber Motörhead (mit den wenigsten Gegentoren) ist als klarer Rundenbester und Erwartungswert-Tabellenführer nun bereits punktgleich, und auch Glückswürfler SpVgg Kieselstein liegt nur einen Zähler zurück.
Am Tabellenende erspielen die beiden Schlußlichter Leads United und SoccerClub Queen in dieser Runde zusammen weniger Erwartungswertpunkte als jeder einzelne Mitbewerber. Die Rolle des Pechwürflers haben inzwischen die Grobitown Rangers übernommen.

2. Liga B: Die beiden Spitzenteams Profexa Vorwärts und VfL Chaos 2003 ziehen vorne weg: Drei Punkte Vorsprung in der Ligatabelle, Rang 1 und 2 nach Erwartungswert und auf den hundertstel Erwartungs-WP genau gemeinsam beste Teams dieser Runde! Oberglückskeks MAN United, dem klaren Schlußlicht der Erwartungswerttabelle, fehlt nur noch ein einziger Punkt zu Platz 3...
Oberpechmarie Tafelrunde ist diesmal das ganz deutlich schwächste Team der Runde, kauft sich aber mit einem Trainer, einem Ausputzer und einem 11er-Feldspieler ein völlig neues Team zusammen - ob das noch rechtzeitig kommt? Schlußlicht The Animals findet keinen neuen Verwalter und bekommt sein Geld nicht los...

Nach UNITED/XY-Handelswert lauten die vier Todeskandidaten derzeit: Leads United, Ritter der Tafelrunde (durch ihren Trainer-Kauf), VFB Rasenschach und SoccerClub Queen. The Animals stehen nach GHW immerhin auf Rang 30, werden aber ohne weiteren Spielerkauf als WP-schwächstes Team des Ligasystems sicherlich zerfallen.
Kein Erstligist gehört zu den 14 wirtschaftlich schwächsten Vereinen - das ist ja nicht immer so: Es kam schon öfters vor, daß ein Aufsteiger sich übernommen hatte und im Oberhaus überrannt wurde. Deshalb besteht im Moment ausnahmsweise tatsächlich mal ein echter Leistungsunterschied von 7 WP zwischen der 1. und den beiden 2. Ligen, und alle sechs WP-stärksten Teams spielen im Oberhaus. Die beiden WP-stärksten Zweitligisten (aus jeder Liga einer) wären in der 1. Liga derzeit exakt Durchschnitt.
Mit fortschreitender Saisonphase sinken auch die astronomischen Handelswerte wieder - derzeit haben aber immer noch fünf Vereine mehr als 20 MKj., darunter auch ein Noch-Zweitligist. Und trotz zweier Spieler auf der Transferliste (welche UNITED/XY nicht als Vereinsbesitz betrachtet) liegt Mangelsdorf nach Handelswert immer noch vorne.

Nächste Runde steht das große Entrümpeln an: 7 Vereine haben momentan noch 15 Spieler, einer sogar 16... gerade mal drei Vereine haben bereits jetzt auf 11 Spieler kompaktifiziert. Der durchschnittliche Hintermannschafts-Kennwert von diesmal 33 (was minimal schlechter ist als T 10 / A 7) wich in den vergangenen 4 Saisons zu diesem Zeitpunkt der Saison nur um maximal einen Punkt von diesem Wert ab.

Warteliste

Auf der Warteliste stehen (4): Thomas Spindler, Guido Bischoff, Daniël Hogetoorn, Holger Meisenbach.

Der Verein The Animals steht zur sofortigen Übernahme bereit. Da ihn in Runde 5 niemand haben wollte, werde ich den Verein an die nächste eingehende Bewerbung sofort vergeben; es ist also möglich, daß in der kommenden Runde bereits ein neuer Verwalter Züge für dieses Team abgeben wird.
Eine dauerhafte Vergabe des Vereins (mit drohender Sperre für den Neu-Manager für den wahrscheinlichen Fall der Auflösung) macht wohl keinen Sinn mehr - aber wenn ein Manager sich an dieses Ligasystem gewöhnen möchte, wäre die Verwaltung dieses Teams ein brauchbares 'Übungsgelände'.

Dies & Das

Teamkader-Printouts per Mail versendet an Grashoppers Mannheim, Halifax Heroes und Ritter der Tafelrunde (letztere nach immerhin gleich drei Spielerkäufen). Das kann jeder Manager jederzeit bei mir anfordern und wird dann jeweils nach Ende der Auswertung erledigt; an NMRler mit einer mir bekannten Mail-Adresse versende ich solche Übersichten automatisch.

Grashoppers Mannheim: NMR-Training Richard Bourbon, Schnurfel, Unentschlossen.
Halifax Heroes: NMR-Training Kovax, Max, Simax.
Hexenkessel SV: (-20 kKj.) Fehlende Ligaangabe in Phase 13 (und genau dort brauchte ich sie am dringendsten).
PFC Flensburg-Nord: (-10 kKj.) Es gibt keine Phase 2 (in dieser Runde); NL-Verkauf nach Phase 12 verschoben.

Regeldiskussion

In einer Diskussion mit einem Manager (eigentlich ging es dabei um die Beschaffung von Trainingspotential für starke Vereine) kamen wir zu der Erkenntnis, daß es interessant sein könnte, über die bestehende Regel zur Begrenzung des Ertrags über die Transferliste auf maximal 140% des UNITED/XY-Handelswertes nachzudenken.

Der ursprüngliche Sinn dieser Regel war es, zu verhindern, daß Manager einander über die Transferliste Geld 'zuwerfen' können. Entstanden ist diese Regel-Idee vor über 10 Jahren, als die United-Szene noch anders aussah: Viele Manager, viele Ein- und Ausstiege, viele 'linke Turnschuhe'. (Ich selbst war an einer Aktion beteiligt, welche schließlich zur Einführung einer entsprechenden Regel in OBERFOUL führte...) Heute sieht die Sache möglicherweise etwas anders aus: Manager sind rar, aber gleichzeitig zuverlässiger geworden. Der Bedarf an Schutzwirkung durch diese Einschränkung ist möglicherweise gesunken.

Der offensichtliche Nachteil dieser Regelung besteht darin, daß man 'vernünftige' Spieler nicht über die Transferliste verkaufen kann. Bei neuen Talenten ist die Einschränkung zu streng und damit das Anbieten von F nT 2+ ab Mitte der Saison (wenn potenzielle Käufer ihre Notlage zu erkennen beginnen) nicht mehr attraktiv genug; bei Sonderspielern geht sie völlig an der Realität vorbei (was den Umgang mit Sonderspielern erschwert, solche Spieler damit aber auch interessanter macht: Man muß bisher sehr genau nachdenken, bevor man einen solchen Spieler kauft, weil man ihn nicht ohne erheblichen Wertverlust wieder los werden kann).

Wir haben also einen trade-off zwischen Schutz der Manager und Behinderung der Manager. Ich hätte gerne Meinungen zu diesem Thema. Die Aufhebung der 140%-Grenze für erzielbare Einnahmen würde die Transferliste sicherlich beleben - sie würde gleichzeitig aber den Solitärspiel-Charakter von AUFSTIEG aufweichen und den engagierteren Managern einen Vorteil nehmen.

Eine Änderung des konkreten Zahlenwertes würde meiner Meinung nach nicht den gewünschten Effekt erzielen: Ein Wert von z. B. 200% hätte nicht mehr die erhoffte Schutzwirkung, wäre für den Handel vieler Sonderspieler (insbesondere Trainer) aber immer noch ungeeignet.