Entwurf für eine Regel zur Teilnahme eines von Stan Dard dauerhaft geführten Vereins am Spielermarkt
Zur Motivation: Seit Jahren schrammen wir immer wieder knapp an der Situation vorbei, nicht mehr genügend Manager zur Besetzung der 36 Plätze in unserem Ligasystem zu haben. Eine Verkleinerung des Ligasystems wäre ein radikaler Schritt und ist auch für einen solchen Fall nicht geplant; durch eine signifikante Anzahl von Vereinen, die ihr Geld nicht mehr ausgeben würden, wäre die Preisstabilität im "Wirtschaftsraum AUFSTIEG" jedoch mittelfristig ebenso gefährdet wie der sportliche Wettbewerb, da automatisch geführte Vereine ohne Spielerkäufe auf die Dauer nicht mehr wettbewerbsfähig wären und damit den Existenzkampf ihrer Konkurrenten stark entschärfen würden, aber mangels Neueinsteigern nicht mehr durch leistungsfähigere Vereine ersetzt werden könnten. (Selbst ein modifiziertes Ostfrieslandmodell wäre unter solchen Bedingungen vorstellbar, auch wenn die existierende Vermögenssteuer allzu extremen Auswüchsen einen Riegel vorschieben dürfte.)
Deshalb versucht der nachfolgend beschriebene Regelentwurf, Stan Dard die Möglichkeit zu geben, in maßvoller Weise am Spielermarkt teilzunehmen und im Interesse des sportlichen Wettbewerbs sein Geld anzulegen.
Es ist dabei nicht völlig zu vermeiden, dass diese Richtlinien zum Teil das ausdrücken, was ich für einen vernünftigen, konservativen Stil zur wirtschaftlichen Führung eines abstiegsgefährdeten Vereins halte; die konkreten numerischen Parameter bieten die Möglichkeit, die Effizienz des Verfahrens nachzuregeln, sodass sich reale Manager nicht allzu sehr vor Stan Dard fürchten müssen. Stan Dard verzichtet auch an mehreren Stellen auf eine optimale Lösung seiner Probleme, sowohl im Interesse einer einfachen Regelung als auch, um seinen Wettbewerbsnachteil gegenüber normalen Managern nicht vollständig zu eliminieren.
Insbesondere sind die angegebenen Werte für die numerischen Komponenten der nachfolgenden Richtlinien bisher nur vage Vorstellungen; Diskussionen sowohl über die Idee als solche wie auch über die einzelnen Parameter sind ausdrücklich erwünscht! Die angedachte Regelung wird frühestens zu Beginn der 24. Saison in Kraft treten.
- Ein Verein, der weder von einem Manager noch von einem Verwalter betreut wird (1), versucht, unter Beachtung der nachfolgenden Einschränkungen in den Runden 1-7 der Saison (2) Gebote für Spieler abzugeben, die auf dem GM-Angebot bzw. der Transferliste angeboten werden.
- Der Verein kauft pro Runde maximal einen Spieler; alle weiteren Gebote verfallen (3).
- Der Verein bietet niemals für Torleute bzw. Ausputzer (4).
- Der Verein bietet nur dann für Spieler jünger als Alter I, wenn sich zu Beginn der Runde weniger als 3.5 Talentstrukturen in seinem Mannschaftskader befinden (5).
- Ist der Verein zu Beginn einer Runde verschuldet, dann gibt er in dieser Runde keine Gebote ab (6).
- Der Liquiditätsbonus eines Vereins berechnet sich als der Kassenstand des Vereins geteilt durch 100, interpretiert als Prozentwert. Ein Verein mit einem Kassenstand von 1763 kKj. besitzt also einen Liquiditätsbonus von 17.63% (7).
- Die exakte Höhe eines Gebotes beträgt (80% plus Liquiditätsbonus) mal USW-Wert des angebotenen Spielers (unter Verwendung derselben Parameter, wie sie vom Spielleiter für die Bestimmung des GM-Angebotes der laufenden Saison verwendet wurden), kaufmännisch gerundet auf den nächsten ganzzahligen kKj.-Betrag (8).
Beispiele: Verein A mit einem Kassenstand von 482 kKj. bietet (80 + 4.82) = 84.82% des USW-Wertes eines Spielers; Verein B mit einem Kassenstand von 3194 kKj. bietet (80 + 31.94) = 111.94% des USW-Wertes eines Spielers.
- Der Kreditspielraum für Gebote beträgt in Runde 1 der Saison 500 kKj. und sinkt in jeder weiteren Runde um 50 kKj.; Gebote, bei denen Stan Dard diesen Kreditspielraum überschreiten würde, werden auf das durch diese Einschränkung maximal erlaubte Gebot reduziert (9).
- In Runde 1 entdeckt Stan Dard drei neue Talente; die Auswahl der Reihenqualifikationen nimmt der Spielleiter hierbei nach eigenem Ermessen vor (10), wobei er
- niemals mehr als einen Hintermannschaftsspieler gleichzeitig entdeckt und
- nur dann keinen Hintermannschaftsspieler entdeckt, wenn sich in Runde 1 der Saison sowohl mindestens ein Torwart als auch mindestens ein Ausputzer der Stufe 7 oder besser im Mannschaftskader befindet.
- In Runde 7 Phase 15 verkauft Stan Dard die schlechtesten Spieler seines Mannschaftskaders an die Nichtliga (11); die Bewertung der Spieler nimmt der Spielleiter hierbei nach eigenem Ermessen vor (12), wobei er mindestens einen Torwart, mindestens einen Ausputzer und mindestens 9 weitere im Feld einsetzbare Spieler im Mannschaftskader behält. Zu anderen Zeitpunkten nimmt Stan Dard keine Verkäufe vor (13).
- Stan Dard setzt niemals Spieler auf die Transferliste, bietet aber für dort angebotene Spieler genau wie für identische Spieler des GM-Angebots (14).
Anmerkungen zu diesen Richtlinien:
- (1) Es ist also ausdrücklich nicht vorgesehen, dass Stan Dard im Falle eines normalen NMR versucht, Spieler zu kaufen, womit er dem Manager "ins Handwerk pfuschen" würde.
- (2) In Runde 0 wird Stan Dard nicht auf der Transferliste mitbieten (und sei es nur, weil ich Angst habe, in den Wirren des Saison-Infos zu vergessen, solche Gebote zu berechnen ;-). Außerdem ändert sich in Runde 0 der Betreuungszustand eines Vereins mit erfahrungsgemäß höherer Wahrscheinlichkeit, was zu Unklarheiten führen könnte, welche Vereine zu diesem Zeitpunkt von Stan Dard geführt werden.
- (3) Diese Richtlinie soll sowohl eine extreme Kauforgie eines einzelnen Vereins verhindern als auch gewährleisten, dass die Höhe aller eventuellen Gebote zu Beginn der Runde festgestellt werden kann (sowohl von den ggf. interessierten Managern als auch vom GM selbst, der diese Gebote dann vor ZAT wie einen normalen Zug vollständig und ohne Bedingungen formulieren kann; eine Übernahme dieser Funktion durch das Auswerteprogramm ist nicht geplant).
- (4) Es erscheint mir zu schwierig, eine Regelung für Gebote auf Hintermannschaftsspieler aufzustellen, da deren Nutzwert extrem stark von der spezifischen Situation des jeweiligen Vereins abhängt. Stan Dard versucht dieses Defizit durch seine konservative Talententdeckungspolitik zu kompensieren, aufgrund welcher er bei einem dreijährigen Rhythmus mit 4/4/3 Talentstrukturen überdurchschnittliche 36% (4/11) seiner WP-Einnahmen in die Hintermannschaft trainieren dürfte, die nur 31% (4/13) des WP-Volumens eines Teams auf dem Platz ausmacht.
- (5) Stan Dard geht davon aus, ein unterdurchschnittlich gutes Team zu führen, welches durch den Erwerb von mehr als 4 Talentstrukturen ein Trainingspotential aufbauen würde, das durch die zu erwartenden WP-Einnahmen in vielen Fällen nicht mehr angemessen bedient werden könnte; deshalb gibt sich Stan Dard ggf. mit 3.5 Talentstrukturen zufrieden und bietet auch nicht aggressiv auf die vierte Talentstruktur (welche von USW erfahrungsgemäß niedrig bewertet wird).
Die Vernachlässigung etwaiger Trainer bei dieser Richtlinie kann ggf. zu gewissen Fehleinschätzungen führen, aber ich nehme dieses Defizit im Interesse der Einfachheit der Richtlinie in Kauf, weil ich gerade bei der potenziellen Haupt-Zielgruppe für Trainer nicht generell auf den Kauf von Trainern verzichten möchte.
- (6) Dies vereinfacht die Feststellung, ob ein Verein überhaupt auf dem Spielermarkt tätig werden darf; die Möglichkeit, in einer solchen Situation etwas zu verpassen, ist zwar theoretisch gegeben, aber dies auch noch zu verhindern ist nicht das Ziel der vorliegenden Initiative, die im Wesentlichen den Geldkreislauf des Ligasystems stabil halten will (Stan Dard darf schlechter spielen als ein normaler Manager, er soll nur nicht völlig wehrlos sein.). Außerdem behandelt diese Einschränkung alle Fälle mit einem negativen Liquiditäts-"Bonus".
- (7) Der Liquiditätsbonus simuliert den mit zunehmendem Kassenstand wachsenden "Anlagenotstand" eines Vereins, der einerseits aus der drohenden Steuerbelastung und andererseits aus der bei hohem Kassenstand wahrscheinlichen Schwäche des Mannschaftskaders resultiert; er dient insbesondere auch als Tie-Breaker zwischen den Geboten mehrerer von Stan Dard geführten Vereine. Die Gebote liegen bei mindestens 80% des USW-Wertes (womit Stan Dard ein echtes Schnäppchen machen würde) und steigen bei einem Kassenstand von z. B. 4000 kKj. (wie er etwa nach zwei Saisons ohne Spielerkauf vorliegen würde) auf 120% des USW-Wertes an.
Die numerische Konstante "100", welche die Dynamik dieses Bonus beeinflusst, bietet sich als Parameter für ein eventuelles Fein-Tuning an; der konkrete Wert erscheint aber sowohl inhaltlich praktikabel als auch einfach zu verstehen.
- (8) Die numerische Konstante "80%", welche das maximale Schnäppchen-Potential beeinflusst, bietet sich als Parameter für ein eventuelles Fein-Tuning an; der konkrete Wert erscheint aber sowohl inhaltlich praktikabel als auch einfach zu verstehen. (Insbesondere sind beide Konstanten immer in Kombination zu betrachten.)
- (9) Der Kreditspielraum für Stan Dard sollte geringer sein als bei normalen Vereinen, da diese über kreativere Möglichkeiten der Refinanzierung verfügen. Ein vollständiges Verbot einer Kreditaufnahme würde Stan Dard aber zu Beginn der Saison unangemessen stark benachteiligen und gegen Ende der Handelsspanne zu einer deutlichen Verschärfung der Preissituation führen, d. h. die Preisbildung des Marktes zusätzlich destabilisieren; Ähnliches würde für eine vollständige Streichung eines um ein paar Kj. nicht finanzierbaren Gebotes gelten.
- (10) Die hier beschriebene Vorgehensweise entspricht dem, was im Fall eines NMR in Runde 1 bereits gängige Praxis ist, und wird nur deshalb an dieser Stelle aufgeführt, um den Verzicht auf Gebote für Hintermannschaftsspieler durch Stan Dard zu erläutern.
- (11) Stan Dard setzt bekanntlich niemals Härte ein, sollte also versuchen, unnötige Wertverluste durch die Alterung eines übergroßen Mannschaftskaders zu vermeiden, die ihn in der nachfolgenden Saison einen Spielerkauf kosten könnten. Die Regelung ist "soft", erfordert also eine Interpretation durch den Spielleiter, entspricht in dieser Hinsicht jedoch der Talent-Entdeckung bei einem NMR in Runde 1.
- (12) Mir ist natürlich nicht besonders wohl bei einer solchen Formulierung, aber ich möchte verhindern, dass Stan Dard in Runde 7 Trainer oder tiefgekühlte Talente niedriger Stufen versehentlich an die Nichtliga verkauft.
- (13) Insbesondere versucht Stan Dard nicht, eine Kontoüberziehung sofort durch den NL-Verkauf z. B. eines X III 4-6 etc. zu refinanzieren, was ggf. einen trade-off zwischen wirtschaftlicher und sportlicher Leistungsfähigkeit bedeuten würde. Dies in allen denkbaren Szenarien zu entscheiden würde bedeuten, dass ich den Verein de facto selbst führen müsste; deshalb nehme ich hier eine suboptimale Regelung für Stan Dard in Kauf und halte den möglichen Schaden insbesondere durch den geringeren Kreditspielraum in Grenzen.
- (14) Auch wenn es schwer vorstellbar erscheint, wie ein Verein, der gerade einen Spieler auf die Transferliste gesetzt hat, in der darauf folgenden Runde bereits von Stan Dard dauerhaft betreut werden sollte, deckt diese Formulierung immerhin den Fall eines Sperrgebotes für den ersten vom vorherigen Manager auf der Transferliste angebotenen Feldspieler ab.