Pokalendspiel

FC Hollywood - Heart of Scapa Flow

Die Rollen waren klar verteilt: Titelverteidiger FC Hollywood hatte den Pokal in der 23. und 25. Saison gewonnen und in der laufenden Saison mit S.L. Jackson A II 9 >11 [1.5], Buster Keaton S IV 11 >13 und Oliver Hardy F II 11 >12 drei erfahrene überstarke Spieler gekauft; Scapa Flow dagegen war nach seiner überraschenden Meisterschaft in der 23. Saison mit dem erforderlichen Umbruch nicht klar gekommen, hatte sogar den Gang in die 2. Liga antreten müssen und in dieser Saison mit dem Kauf von Bill Frisell VMS nT 3 >12 (10) in die Zukunft investiert.

Hollywood hatte mit Vizemeister Albany im Viertelfinale und Meister Halifax im Halbfinale die beiden schwersten Brocken aus dem Weg geräumt, Scapa Flow hatte sich im Halbfinale gegen Schilda per Elfmeterschießen durchgesetzt. Doch auch in der Liste der Ergebnisse Hollywoods in dieser Saison finden sich zwei gewonnene Elfmeterschießen - gegen ASCII und Halifax. Im Bewusstsein seiner Stärke spielte Hollywood druckvoll nach vorne, die ursprüngliche taktische Idee des Zweitligisten wäre also richtig gewesen. Doch diesmal setzte der Außenseiter lieber aufs Wettwürfeln, wo seine Chancen allerdings deutlich schlechter waren.

Die Zuschauer bekamen also ein Fußballfest zu sehen, mit 263 WP auf dem Platz und insgesamt 47 Torchancen. "Haut rein, Jungs" hatte Manager Bongartz seinen Spielern mitgegeben - und das taten die dann auch; der Erstligist hatte ebenfalls verstärkten körperlichen Einsatz in derselben Höhe angeordnet, und der Schiedsrichter ließ diese Begegnung erfreulicherweise laufen, wovon Scapa Flow letztlich ein wenig profitieren konnte, denn ohne den Härteeinsatz auf beiden Seiten hätte Hollywood vier Mal so viel Spielanteile gehabt wie der Gegner.

90 Minuten lang ging es rauf und runter, beide Sturmreihen versiebten reihenweise beste Chancen. Erst nach einer halben Stunde brach Jubel auf den Rängen aus, als ausgerechnet Supertalent Bill Frisell nach einer für ihn durchaus nicht immer erfreulichen Saison den Ball im Gewühl über die Linie stochern konnte und sich direkt anschließend für das Ausziehen seines Trikots die einzige Gelbe Karte dieser Begegnung abholte. Und dieser Treffer entschied das Pokalfinale zugunsten des Zweitligisten! Hollywood, das zuvor den Abstieg aus der 1. Liga gerade noch vermieden hatte, fand im letzten Spiel der Saison nicht mehr zu seiner starken Rückrundenform und brachte auch in der zweiten Halbzeit den eigentlich mehr als verdienten Ausgleichstreffer einfach nicht zustande.