GM-Angebot

Versteigerung
1)HägarA X 9 >11 [-3]für2198(2065)anSV Comixense
2)KargusVS nT 9für2890(2768)anGoaldies
3)Uther PendragonVMS I 13 (24)für1568*(1265)anRitter der Tafelrunde
4)DrinktecF nT 6für1921(1732)anRüttgers Club
5)RollviehM II 11für1272(1216)anSesamstraßen Kicker
6)Mathias RichlingS V 12 [0.5] (6)für1036(1031)anSchwabenauswahl
7)KrapfenMS III 12für1315(1271)anKogge Hansa
 12200 

Der Versteigerung des Ausputzers habe ich förmlich entgegengefiebert, denn ihn sollte unbedingt ein Krisenclub kaufen. Handelswertriesen, die den Wert der darin enthaltenen 6 Trainings-WP am besten einschätzen können, sind genau diejenigen Teams, die eine solche zusätzliche WP-Flut nicht in ihren Spielern unterbringen können, während die wirtschaftlich schwächsten Clubs oftmals nicht verstehen, welcher Einkauf für ihre Situation der richtige wäre. Diesmal landete der Spieler bei einem logischen Käufer, nämlich einem ehemaligen Handelswertriesen und siebenfachen Titelgewinner in diesem Ligasystem, der gerade eine schwere Zeit durchmacht und etliche Lücken zu stopfen haben dürfte. Und dies zu einem Preis, der die mitgekauften WP nur zur Hälfte bewertet! Zudem bekommt Comixense durch diese Aktion vier sportlich interessante Runden in dieser Saison zu spielen, was der Moral ihres Managers gut tun wird.

Das fertige starke Talent hingegen ist ein klassischer Erstligaspieler, zumal er seinem (entsprechend liquiden) Käufer eventuelle Probleme mit den Steuerbehörden ersparen dürfte. Sein Handelswert nach UNITED/XY ist auch für Manager ohne USW aus der Handelwerttabelle in den Regeln ablesbar; sein letztendlicher Käufer legte einen guten WP mehr auf den Tisch, um die Altersstruktur seines Vereins trotz des zu erwartenden Abstiegs gesund zu halten, ohne sich dafür schmerzhaft hoch verschulden zu müssen.

Das klassische Steuersparmodell ist jedoch der anschließend versteigerte 13er, denn sein Kapital für 24 Spiele einzufrieren muss man sich leisten können. Genau diese Versteigerung wurde aber zum Unangenehmsten, was mir als Spielleiter passieren kann, denn der höchste Bieter hatte die Daten des Spielers mit "VMS I 13 (24) (2)" angegeben, also nicht nur falsch und sogar in sich widersprüchlich, sondern ausgerechnet so, dass ich nicht erkennen konnte, ob ihm die lange Sperre wirklich bewusst war oder nicht. Er wird über meine schweren Herzens getroffene Entscheidung, sein Gebot deshalb zu streichen, sicherlich ähnlich unglücklich sein wie ich selbst, zumal er in dieser Saison bereits etliche Zweitgebote abgegeben hat - aber wenn man die kompletten Sondereigenschaften eines Spielers bei der Versteigerung angibt (allein die Positionsnummer "3) " des Spielers innerhalb des Angebotes vor dem gebotenen Betrag würde bereits ausreichen, wobei ich in diesem Fall eventuelle Zuordnungs- oder Denkfehler des Bieters überhaupt nicht erkennen kann), dann muss man dies korrekt tun. Glücklicher Profiteur dieses Zwischenfalls war ausgerechnet derjenige Manager, der diesen Spieler am dringendsten brauchte, nämlich der in diesem Moment mit großem Abstand liquideste Verein des Ligasystems, dessen Kassenstand auch nach diesem Kauf immer noch über dem Steuerfreibetrag zu Saisonende liegt.

Das letzte Feldtalent meines diesjährigen Angebotes bietet Vereinen, die in der laufenden Saison über ihrem erwarteten Potenzial spielen, die Möglichkeit, die eintreffende WP-Flut in die richtigen Bahnen zu lenken. Auch dieser Spieler ging an einen logischen Käufer, da Rüttgers Club gerade überraschend das Pokal-Halbfinale erreicht hat.

Bleiben also noch die drei Überstarken mit nahezu identischem USW-Handelswert. Der zweite der beiden baugleichen 11er kostet die Sesamstraßen Kicker 15 kKj. mehr als das Zweitgebot für sein Duplikat aus der vorherigen Runde, aber weniger als dessen damaliger Kaufpreis. Hier profitierte der Käufer ziemlich sicher von meiner Entscheidung, die Stan-Dard-Vereine nicht in Runde 6 durch zu diesem Zeitpunkt mögliche Nichtligaverkäufe zu gefährlichen Konkurrenzbietern zu machen, denn auch so lagen deren Gebote nicht allzuweit unter dem Höchstgebot.
Den langlebigeren der beiden 12er mit der abschreckenden Sperre, wegen der man keinen anderen Spieler dafür an die Nichtliga verkaufen kann, will anscheinend niemand nach dem Altern auf Stufe 10 trainieren, denn das muss man tun, um seinen USW-Handelswert voll auszureizen. Angesichts der Verweigerungshaltung der Manager musste Stan Dard sich nun doch erbarmen (und zwar mit Erst- und Zweitgebot!) und verpflichtete für 93% des geplanten Wertes bereits den zweiten billig trainierbaren Überstarken in dieser Saison für die Schwabenauswahl, die nun keine Steuern zahlen muss. Eine Schnäppchenjagd wie in früheren Jahren gibt es nicht mehr, wenn so viele Manager-Planstellen unbesetzt sind und Stan Dard aufgrund der "Kaufwut"-Regel mit dem Geld seiner Vereine die in der heutigen wirtschaftspolitischen Diskussion zunehmend beliebte "schwäbische Hausfrau" verkörpern kann.
Der sofort einsatzfähige 12er hingegen war wie erwartet ziemlich gefragt: So etwas kauft typischerweise jemand, der dem Abstiegskampf seines Vereins eine positive Wende geben möchte. Somit ist auch hier ein logischer Käufer zum Zuge gekommen: Die Kogge bezahlte nahezu exakt den USW-Handelswert dieses Spielers.

86973 kKj. haben die Vereine in dieser Saison für Spieler des GM-Angebotes investiert, das sind 109,7% des geplanten Volumens und der dritthöchste Wert in der Geschichte des Ligasystems.